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Kundenfeedback

Mittwoch, 24. August 2011

Vor 6 Wochen war ein Mann im Alter von 25 Jahren das erste mal bei uns zur Augenprüfung. Er beklagte immer ein starkes Anstrengungsgefühl beim Lesen weshalb er das Lesen meist versuchte zu vermeiden. Unsere Messung zeigte, dass keine Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder ein Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) vorlag. Die Prüfung des beidäugigen Sehens ergab ein geringes Prisma welches bisher sensorisch (über das Nervensystem) ausgeglichen werden muss. Trotz der geringen Prismenwerte entschlossen wir uns gemeinsam mit dem Kunden zu einer Korrektur mittels Prismenbrille. 

Die Brille wird seither vom Kunden ständig getragen.

Gestern besuchte uns der Mann erneut und teilte uns strahlend mit, dass mit der Brille alle Schwierigkeiten beim Lesen verschwunden sind.

Dieser Fall zeigt uns wieder, dass kleine Abweichungen nicht ohne weiteres vernachlässigt werden dürfen, insbesondere dann nicht, wenn sich dei einem eingehenden Vorgespräch „Probleme“ darstellen.

In seiner heutigen Ausgabe informiert Sie HAUG aktuell über

individuelle Gleitsichtgläser.

Betrachtet ein Augenpaar ein weit entfernt gelegenes Objekt, stehen die Augachsen nahezu parallel zu einander. In der Abb. 1 sehen Sie eine schematische Darstellung von oben auf einen Kopf mit dem parallel ausgerichtetem Augenpaar.

Blick in die Ferne

Beim Lesen, richtet sich das Augenpaar auf das entsprechende Wort im Buch aus, in dem es eine Einwärtsbewegung ausführt. Diesen Vorgang nennt man Konvergenz.

Blick in die Nähe

Die Einwärtsstellung der Augen beim Nahsehen wird bei der Herstellung von Gleitsichtgläsern immer berücksichtigt. Der Nah- bereich eines Gleitsichtglases ist stets um einen Standardwert zur Nase hin versetzt.

Bei individuellen Gleitsichtgläsern wird (im Gegensatz zu Standard- gleitsichtgläsern) die Anordnung des Nahversatzes für jedes Augenpaar individuell ermittelt. Warum ist das wichtig?

Menschen mit größerem Augen- abstand konvergieren naturgemäß deutlich mehr als Menschen mit kleinerem Augenabstand. In der nachfolgenden Abbildung (Abb.3) wird deutlich, dass komfortables

und entspanntes Sehen nur dann erreichbar ist, wenn der Nahversatz des Gleitsichtglases dem individuellen Augenabstand und damit der ganz persönlichen Konvergenz entspricht. Erst dadurch ist sichergestellt, dass im gesamten Glas stets durch die Mitte des deutlichen Sehbereiches geblickt werden kann.

Blick mit engliegenden Augen

Bleibt der genaue Wert des individuell erforderlichen Nahver- satzes unberücksichtigt, kommt es zu Einschränkungen in der Breite des deutlichen Sehbereiches (Abb.4) und damit zu einer spürbaren Herabsetzung des Sehkomforts.

Blick in die Nähe mit weitem Augenabstand

Der Nahversatz ist nur einer von vielen Parametern, die bei der Optimierung des Gleitsichtglases von Ihrem Augenoptiker genau gemessen werden. Neben der exakten Brillenglasbestimmung mit der Präzisionsmessbrille und der mittels optoelektronischen Mess- geräten ermittelten Zentrierung, fließen außerdem der Abstand Ihrer Brille zum Auge, die Durchbiegung der Brille, die Größe der Brille und noch etliche weitere Maße in die Fertigung Ihres Brillenglases ein.

Entscheidend für das erfolgreiche Tragen einer Gleitsichtbrille ist nach dem exakten Maßnehmen auch die richtige Auswahl des individuellen Gleitsichtglastyps.

Bei HAUG AUGENOPTIK werden individuelle Gleitsichtgläser seit ihrer Einführung mit außer- ordentlicher Sorgfalt und großem Erfolg angepasst.

Vereinbaren Sie bitte einen Termin, damit die Anpassung Ihrer neuen Gleitsichtbrille mit der erforderlichen Ruhe erfolgen kann.